Qualitätssicherung in ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Ambulant betreute Wohngemeinschaften (nicht nur) für Menschen mit Demenz sind ein etablierter Bestandteil der  Versorgungslandschaft geworden. Regional unterschiedlich verteilt bieten sie eine fachpflegerisch und konzeptionell attraktive Alternative zur klassischen Versorgung in stationären Einrichtungen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Freunde alter Menschen und die Alzheimer Gesellschaft Brandenburg als Träger haben im Rahmen eines Modellprojekts die positiven Erfahrungen mit dieser Wohnform systematisiert und die Strategien und Organisationsprinzipien einer erfolgreichen Umsetzung des Konzepts bundesweit diskutiert und zu vereinheitlichen versucht.

Nach Abschluss eines Bundesmodellprojekts im Februar 2009 dient diese Seite als bundesweite Plattform der Qualitätsdiskussion rund um ambulant betreute Wohngemeinschaften. Sie soll dazu beitragen, die unterschiedlichen Ansätze und Diskussionsstränge in den Bundesländern zu vernetzen und die Qualitätsdiskussion einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Zugleich ist sie Sprachrohr der „Bundesarbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung in ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ (BAG). Die BAG setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten aus 15 Bundesländern, die aus Ministerien, Ordnungsbehörden sowie den Vertretern der Koordinationsstellen der Länder – soweit vorhanden.

Die Seite wird gepflegt vom Verein Freunde alter Menschen e.V.

Die Freunde alter Menschen e.V. sind die Pioniere der ambulant betreuten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Seit der Organisation der ersten Wohngemeinschaft dieser Art in Berlin vor über 10 Jahren hat sich unser Verein dafür stark gemacht, diese Wohnform ordnungs- und sozialrechtlich zu verorten. In zahlreichen fachpolitischen Foren, in ebenso vielen Fachbeiträgen in einschlägigen Publikationen[1] und auf unzähligen Kongressen haben wir dafür geworben, diese Wohn- und Betreuungsform im ambulanten Regelsystem zu etablieren.

Wir sehen uns daher in besonderer Verantwortung, diese Form der gemeindenahen Versorgung von Menschen mit Demenz auf einem hohen fachpflegerischen und sozial-ethischem Niveau zu halten und beobachten mit Sorge (nicht mit Panik!) die Versuche einiger „Anbieter“, im Windschatten der anerkannten und erfolgreichen Projekte Trägerkonstruktionen zu etablieren und die ursprünglichen Intentionen einer nutzergesteuerten Wohn- und Betreuungsform zu konterkarieren.

[1] Nicht zuletzt durch die vom Familienministerium veröffentlichte Broschüre Ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz hat diese Wohnform eine ungeheure Popularität und Verbreitung erlangt.