Projekt

Modellprojekt: Qualitätssicherung in ambulant betreuten Wohngemeinschaften für Menschen (nicht nur) mit Demenz

Lebensqualität in Selbstbestimmung

In der Trägerschaft von Freunde alter Menschen e.V. und der Alzheimer Gesellschaft Brandenburg hat das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Modellprojekt bis Februar 2009 daran gearbeitet, bundesweit verbindliche Qualitätskriterien für ambulant betreute Wohngemeinschaften und Verfahren zu deren Überprüfung zu entwickeln.

Die Ergebnisse dieser Arbeit können Sie auf dieser Website einsehen und herunterladen. Es sind dies im Wesentlichen:

  • "Hand-outs" für verschiedene Zielgruppen, die in übersichtlicher Form die wesentlichen Konstruktionsmerkmale und Eigenheiten von ambulant betreuten Wohngemeinschaften beschreiben.
  • Qualitätskriterien und Checklisten zur Überprüfung derselben.
  • Ein "Länderatlas", in dem in systematischer Form die länderspezifischen Entwicklungen und Rahmenbedingungen der "WG-Landschaften" dargestellt werden.
  • Eine Arbeitshilfe zur Erstellung einer Vereinbarung nach § 75 SGB XII

Dabei hat sich das Modellprojekt als Diskussionsplattform und als Forum der Politik-Begleitung und -Beratung verstanden. In diesem Sinne hat es die aktuellen Diskussionsstände in den Ländern aufgegriffen, dortige Initiativen (wie «runde Tische» oder Landesarbeitsgemeinschaften) unterstützt und auf Bundesebene versucht, einen Konsens herbeizuführen. Die vergangenen  Diskussionen zur Gestaltung der Heimgesetzgebung auf Länderebene haben erste Gelegenheiten geboten, die Ergebnisse der Diskussionen des Projekts einzubringen. Hierbei galt und gilt das Augenmerk zuerst der «Konstruktionsqualität» der WG-Projekte. Die zentrale Frage dabei ist: Unter welchen Bedingungen ist eine WG-Initiative eine Konstruktion im ambulanten Regelsystem und welche Konstruktionsmerkmale deuten auf eine Einordnung als Einrichtung hin. Wir erkennen durchaus, dass vermehrt WG-Gründungen auf der Welle der eigenverantwortlichen Initiativen reiten, die im Regelkreis der neuen Landesheimgesetze besser aufgehoben wären.  

Zur Abgrenzung von Trägerkonstruktionen haben wir Konstruktionsmerkmale gemeinschaftlich (im Sinne von geteilter Verantwortung) organisierter ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz herausgearbeitet. Dieser Prozess wurde von einer regelmäßig tagenden - länderübergreifend besetzten - Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) begleitet. Sie versucht, die fruchtbare Struktur dieses Gremiums auch zukünftig aufrecht zu erhalten. Die Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist hierbei willkommen und unerlässlich. Die zukünftigen Themen der BAG orientieren sich an den aktuellen politischen und gesetzlichen Entwicklungen auf Bundes- und Länderebene.


Initiativen zu Landesarbeitsgemeinschaften mit dieser Thematik können sich zwecks Unterstützung an die Projektträger wenden.

Für die alten Bundesländer:
Freunde alter Menschen e.V.
Klaus-W. Pawletko
Tel. 030/691 18 83
E-Mail: wg-qualitaet(at)famev.de

Für die neuen Bundesländer:
Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V.
Angelika Winkler
Tel. 0331/704 37 48
E-Mail: wg-qualitaet(at)alzheimer-brandenburg.de

 

Ansprechpartner

Klaus-W. Pawletko
Geschäftsführer Freunde alter Menschen e.V.

Tieckstraße 9
10115 Berlin
Tel. 030/ 13 89 57 90

Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. Selbsthilfe Demenz

Stephensonstraße 24-26
14482 Potsdam
Tel. 0331/ 740 90 08
Fax 0331/ 740 90 09

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