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Die Entwicklung alternativer Lebens- und Wohnformen im Alter gewinnt sowohl angesichts der demografischen Entwicklung als auch der sich verändernden Bedürfnisse alter und hochbetagter Menschen zunehmend an Bedeutung. "Ambulant betreute Wohngemeinschaften" sind dabei ein wichtiger Versorgungsbaustein. In Bayern entstanden in den letzten Jahren bereits etliche dieser innovativen Wohnformen für hilfs-/ pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren, u.a. spezielle Angebote für Demenzkranke. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lebten Ende 2015 1.896 Menschen (1.707 in 2014) in einer der 296 (237 in 2014) ambulant betreuten Wohngemeinschaften im Freistaat. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um elf Prozent (bezogen auf die zum Erhebungszeitpunkt darin wohnenden Personen).

Zur qualitätsgesicherten Umsetzung dieser alternativen Wohnformen gibt seit 01.08.2008 das Bayerische Pflege - und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) Rahmenbedingungen vor.

Zentrales Unterscheidungsmerkmal der ambulant betreuten Wohngemeinschaften zum Wohnen in stationären Einrichtungen ist die selbstbestimmte Gestaltung der Versorgung. Dies beinhaltet neben der notwendigen Sicherung von pflegerischer und hauswirtschaftlicher Versorgung und einer den Bedürfnissen angepassten Wohnung, auch eine selbstgestaltete Privatsphäre innerhalb einer Gemeinschaft mit der Möglichkeit sozialer Kontakte und Geborgenheit. Pflege und Betreuung werden nach den jeweiligen Bedürfnissen und Wünschen gestaltet und frei gewählte Dienstleistungsanbieter mit der Umsetzung bis zum Lebensende beauftragt.

Das Bayerische Staatsministerium fördert bereits seit 1. Oktober 2007 die Beratung und Begleitung von alternativen Wohnformen. Seit 2015 liegt die Zuständigkeit bei der „Koordinationsstelle ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern“, Projektträger ist das Institut „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GbR“ in München. Die Koordinationsstelle wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Sie unterstützt, informiert und berät neutral und kostenfrei:

  • Telefonisch
  • Vor Ort in Städten, Märkten und Gemeinden Bayerns
  • Durch Fachvorträge im Rahmen von Veranstaltungen, Seminaren und Fachtagungen
  • Über die Homepage

Als Anlauf- und Informationsstelle steht die „Koordinationsstelle ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern“ insbesondere Initiatoren ambulant betreuter Wohngemeinschaften, kommunalen Gebietskörperschaften (z.B. Heimaufsichten) als auch Vertretern von Behörden, Kassen, Wohnungswirtschaft und Architekten sowie Angehörigen zur unterstützend zur Seite und arbeitet dabei eng mit Fachinstitutionen zusammen.

Förderungen von ambulant betreuten Wohngemeinschaften
Der Freistaat Bayern gewährt Zuwendungen für Maßnahmen zum weiteren Auf- und Ausbau ambulant betreute Wohngemeinschaften im Rahmen der Förderrichtlinie Pflege – WoLeRaF. Im Einzelfall werden im Rahmen der Anschubfinanzierung bis zu 40.000 Euro für den Aufbau ambulant betreuter Wohngemeinschaften gewährt. Der Förderzeitraum umfasst maximal zwei Jahre. Gefördert werden können im Rahmen der Richtlinie unter anderem Personal- und Sachkosten und zwar für die Koordination und Moderation, die Ausgaben für externe Beratungsleistungen zur Koordination und Organisation, Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit oder für Ausstattungsgegenstände der Gemeinschaftsräume.

Kontakt:
Koordinationsstelle ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern
Frau Brigitte Herkert, Frau Sabine Wenng, Frau Ute Werner
Spiegelstraße 4
81241 München
Tel.: 089/20189857
Fax: 089/89623046
E-Mail: kontakt(at)ambulant-betreute-wohngemeinschaften.de
Homepage: www.ambulant-betreute-wohngemeinschaften.de


Hilfe in meiner Nähe

Die Adressdatenbank "Hilfe in meiner Nähe" des Wegweisers Demenz ermöglicht den Zugang zu lokalen und regionalen Beratungs- und Hilfsangeboten.

Ein Webangebot der les petits frères des Pauvres - Freunde alter Menschen e. V., Hornstraße 21, DE - 10963 Berlin, Telefon: (030) 691 1883, www.famev.de | Impressum.